||DsiN-Sicherheitsindex 2017, Teil 2

DsiN-Sicherheitsindex 2017, Teil 2

Zum vierten Mal veröffentlicht »Deutschland sicher im Netz e. V.« den Sicherheitsindex und wirft einen Blick auf IT-Sicherheit in einem digitalisierten Alltag.

Im ersten Teil der Auswertung, die heute vor einer Woche erschien, erklärten wir die Unterteilung der Befragten in vier Gruppen sowie das Wissen um Schutzmöglichkeiten vor IT-Gefahren. Heute geht es weiter mit der Digitalisierung unseres Alltags.

Wie stehen Nutzer zur Digitalisierung des Gesundheitswesens?
Immer mehr Menschen nutzen Fitness-Apps, mit denen sie z. B. ihre tägliche Bewegung aufzeichnen oder Dienste, die ihnen Ernährungstipps geben. Auch digitale Gesundheitsprogramme- und dienste, die medizinische Angebote betreffen, fallen unter diesen Punkt.

13,4 Prozent der Befragten stimmen der Aussage, dass ein digitaler Austausch gesundheitsbezogener Daten unter Ärzten/Krankenkassen etc. die Qualität der medizinischen Versorgung erhöht »voll« zu, 29,8 Prozent stimmen der Aussage »eher« zu. Auffällig ist, dass durchschnittlich ein Fünftel der Befragten mit »weiß nicht« antwortete und positive und negative Stimmen dicht beieinander lagen.
Nur 8,5 Prozent stimmen der Aussage, dass die Vorteile digitaler Gesundheits- und Fitnessprogramme die IT-Sicherheitsrisiken überwiegen mit »voll« zu, 19,7 Prozent stimmen mit »eher« zu.

24,5 Prozent sehen ein hohes Risiko beim digitalen Austausch gesundheitsbezogener Daten zwischen Patienten, Ärzten, Krankenkassen, 33,7 Prozent ein mittleres und 21,1 nur ein geringes Risiko. Ähnlich sieht es beim Anlegen und Nutzen einer elektronischen Patientenakte mit medizinisch relevanten Informationen aus. 24,4 Prozent sehen hier ein hohes Risiko, 31,1 Prozent ein mittleres und 23,2 ein geringes Risiko.

Für Anbieter solcher Programme und Dienste ist es daher wichtig, transparent zu sein und dem Nutzer zu zeigen, was mit seinen Daten geschieht.

Wie stehen Nutzer zum SmartHome und zu vernetzten Autos?
Die Rollläden über eine App aus der Ferne steuern, der Fernseher, der ans Internet angebunden ist – das digitalisierte Zuhause ist auf dem Vormarsch.

43,2 Prozent der Befragten halten die Haus- und Heimvernetzung für nicht bis wenig gefährlich, 32,3 Prozent für eher gefährlich und 24,6 Prozent für gefährlich bis sehr gefährlich. Drei Prozent der Befragten gaben an, dass sie bereits Opfer eines Angriffs auf ihr SmartHome wurden. Diese Zahl wirkt auf den ersten Blick sehr gut, hängt aber sicherlich damit zusammen, dass SmartHomes bisher wenig verbreitet sind.

Auch vernetzte Fahrzeugelektronik ist ein wichtiger Punkt und wird von den meisten Befragten durchaus positiv bewertet. 71,9 Prozent gaben an, dass sensorgestützte elektronische Assistenzsysteme das Autofahren viel sicherer machen. Letztes Jahr stimmten dieser Aussage nur 55,2 Prozent zu. Auch werden vernetzte Infotainmentsysteme und der Komfort, der durch sie entsteht, mit 69,2 Prozent als positiv betrachtet. Hier liegt der »weiß nicht«-Wert übrigens nur bei 9,7 Prozent, beim Thema Gesundheitswesen antworteten ein Fünftel so.

59,1 der Nutzer fürchten als Sicherheitsrisiko für ihre Daten den Download und die Nutzung von Apps für Fahrzeugsysteme sowie mit 56,5 Prozent vernetzte Unterhaltungssysteme. Die Zuständigkeit für die Sicherheit sehen 83,5 Prozent der Befragten bei den Fahrzeugherstellern.

Im letzten Teil der Auswertung, der nächsten Freitag erscheint, werfen wir einen Blick auf Einkäufe und Bankgeschäfte im Internet.

Quelle: DsiN-Sicherheitsindex 2017

2017-07-05T11:26:52+00:009. Juni 2017|Allgemein|